Traum - Urlaub in Egypten

Bericht und Bilder von Harald 
Alle Links dieser Seite führen zu von mir erstellten Infoseiten !

Im Juli 2001 waren wir statt in Galtür einmal in    Egypten    ! ! !

Es war eine Kombinations- Reise , bestehend aus 1 Woche Nilkreuzfahrt auf dem 5 Sterne Kreuzfahrtschiff "M/S Mahrousa" und einer Woche Bade-Urlaub im 4 Sterne "All Inklusive" Hotel Ali Baba in Hurghada , am Roten Meer.

Diese 2 Wochen waren so Traumhaft schön , das ich mich entschlossen habe , einen kurzen Reisebericht für Interessierte zu erstellen.

Nach unserer Ankunft am Donnerstag in Luxor (4,5 Std. Flugzeit mit Aero Lloyd ab Frankfurt) wurden wir zu unserem Schiff , der M/S Mahrousa , gebracht..........

                                Unser Schiff , die M/S Mahrousa

..........auf der wir dann unsere Kabine (15 qm Größe, mit Dusche & Toilette)
bezogen.

Am Freitag Morgen wurden wir um 6.00 Uhr geweckt um unsere erste Besichtigung im       Tal der Könige       zu beginnen.

                            Das Tal der Könige

Wir haben die Gräber von Ramses IV, Ramses IX besichtigt. Leider war die Grabstätte von Ramses II nicht für Besucher geöffnet.

Vom Tal der Könige ging es weiter zum Tempel der Hatschepsut

                                   Der Tempel der Hatschepsut

Der Tempel von Hatschepsut ist ein Werk von großer Bedeutung in der Geschichte menschlicher Leistungen, geschaffen von dem Architekten Senmut.
Der riesige Tempel war zum Teil für den "Ka" von Tutmosis I. (1530-1520 v. Chr.) bestimmt, dem Vater der Königin Hatschepsut (1505-1484v. Chr.) und für den "Ka" der letzteren, womit deren Recht auf das
Königtum bestätigt wurde, obwohl sie eine Frau war.
Dieser Tempel besteht aus zwei riesigen Stufenterrassen, die einer dritten vorangehen, auf der sich der eigentliche
Tempel erhebt.

Das Grab der Hatschepsut wurde bis heute nicht gefunden

. . .  weiter ging es zu einer Alabasterfabrik. Dort haben wir uns eine kleine Bastet(Katzen) Statue für 20 LE(Egypt. Pfund) umgerechnet ca. 12,-DM gekauft . 
Es war sehr interessant zu sehen was man aus Stein so alles machen kann. Alabaster gibt es in drei „Farben“ weiß, gelb und selten auch grün.

Auf dem Weg zurück zum Schiff hielten wir bei den

Kolossen vom Memnon        Petra vor den Memnon Kolossen
Der Name wurde den berühmten Standbildern von Amenophis III gegeben, die das letzte uns verbliebene Zeugnis des riesigen Totentempels darstellen, der zu Beginn des XIV. Jahrhunderts v. Chr. errichtet wurde.
Diese monolithischen Statuen aus Sandstein sind 18 Meter hoch und haben ein Gewicht von etwa 1300 Tonnen.
Leider befinden sie sich in langsamen Verfall. Der griechische Geograph und Historiker Strabo berichtet, daß bei einem Erdbeben im Jahre 27 v. Chr. ein großer Teil des Tempels einstürzte und daß die Kolosse sich von den Schultern bis zum Becken spalteten. Von diesem Zeitpunkt an begannen die Statuen bei Sonnenaufgang zu „reden“. So entstand das „Orakel von Memnon“.

 Den Rest des Tages haben wir an Bord und auf dem Sonnendeck verbracht.

                             Petra mit Mario & Anette am Pool

Mit einem gelegentlichen Sprung in den Pool haben wir uns Erfrischung verschafft.

Am Abend wurde uns bei einer Staffpresentation das Personal vorgestellt, danach konnte man noch ein bisschen tanzen und wir entschlossen uns eine Galabea (Traditionelles Arabisches Gewand) zu kaufen . So gegen 23:30 passierten wir die Schleuse .

Samstag 6:30 Weckruf, danach Frühstück. Es ging mit Pferdekutschen zum

                                      Horus Tempel von Edfu.

                             Harald & Petra vorm Horus Tempel

 Nach dieser doch sehr beeindruckenden Tempelanlage ging es wieder zurück auf das Schiff. Ca. 11:00 Uhr legten wir ab Richtung      Kom Ombo.      
Dort besichtigten wir am Nachmittag den Doppel Tempel .

Am Abend feierten wir eine traditionelle Galabeaparty.

                             Petra(Rechts) mit Mario & Anette

 Während wir feierten fuhren wir weiter nach Assuan , das wir in der Nacht
 zum Sonntag erreichten .

Assuan liegt 886 Kilometer von Kairo entfernt, am rechten Nilufer,  das antike Syene
Hier endet das Niltal mit seiner so ausgesprochenen lieblichen Landschaft und hier endet ebenfalls Ägypten und beginnt Nubien. Hier finden wir keine bestellten Felder mehr entlang dem Fluss, sondern nicht enden wollende Kilometer Wüstensand und die stillen und mächtigen Wasser des Nasser- Sees.
Assuan zählt heute ca. 300 000 Einwohner und ist abgesehen von seinen geschichtlichen und archäologischen Sehenswürdigkeiten auch wegen seines milden Klimas, vor allem im Winter sehr beliebt.
An den Flussufern sind sehr elegante und luxuriöse Hotels entstanden.
Sehenswert sind u. a. die Granit-Steinbrüche, der Hochdamm, der Botanische Garten und die heilige Insel Philae mit dem Isis-Tempel. Assuan ist Ausgangspunkt für Ausflüge nach Abu Simbel, dem Juwel der Wüste.

Am Sonntagmorgen besichtigten wir den Staudamm , den unvollendeten Obelisken und die Insel Philae mit dem Isis Tempel

Der Isis Tempel auf der Insel Philae

               Isis Tempel vom Schiff aus gesehen

Im äußersten Süd-Westen der Insel befindet sich die Anlegestelle, wo die Boote, die die Besucher von Philae transportieren festmachen.

Wahrscheinlich  vor einer der eindrucksvollsten Kulisse aus Granitfelsen strecken sich die Säulen und Pfeiler der heiligen Insel, Kultort der Göttin Isis, in den blauen Himmel. Der Tempel von Philae ist ebenso wie der Tempel von Edfu einer der besterhaltenen ptolemäischen Tempel.
Philae lag ursprünglich am östlichen Nilufer, in der Ecke einer kleinen Bucht. Bis 1898 war die heilige Insel das ganze Jahr oberhalb der Wasserfläche. Mit dem Bau des Alten Damms wurde sie zehn Monate lang vom Wasser des künstlichen Sees überspült. Nur in den Monaten August und September, wenn man die Schleusen des Damms öffnete, tauchte die Insel auf und konnte besichtigt werden.
Der Bau des Großen Damms hätte unweigerlich zur Zerstörung der Tempelanlagen geführt. Deshalb wurden sie von 1972 bis 1980 abgebaut und unter Berücksichtigung der Topographie von Philae auf der 500 Meter entfernten Insel Agilkia an einem höheren Standort wieder aufgebaut.
Der Tempelkomplex umfasst den Pavillon des Nektanebis, den Großen Tempel der Isis mit angrenzenden Gebäuden, den hübschen Pavillon des Trajan und das kleinen Hathor-Tempelchen.
Philae ist der Inbegriff der Verbindung von ägyptischer, griechischer und römischer Kultur .

                     Isistempel von der Insel aus gesehen
 
Schon hieß es wieder abschied nehmen von diesem wundervollen Tempel. Denn wir mussten ja noch den Staudamm besichtigen.

                           Petra am Assuan Staudamm

Dieses Bauwerk wurde in 11 Jahren (1960 bis 1971) mit Hilfe von sowjetischen Krediten und Ingenieuren von 33 000 Ägyptern und 1900 Russen erbaut. Dieses Mammutprojekt verschlang ca. 4,3 Mrd. DM! Der alte, viel kleinere Staudamm (um 1900 errichtet) befindet sich 10 km nördlich.

Der erdbebensichere Schüttdamm beschreibt einen 111 Meter hohen Bogen von 3,6 km Länge mit einer Breite von 980 Metern an der Sohle und 40 Metern auf der Krone, insgesamt wurden hier 42,7 Millionen Kubikmeter Material verbaut! Der Stausee ist 550 km lang (davon 200 km im Sudan), bis zu 20 km breit und rund 5000 qkm groß. Bei einem Dammbruch würden 157 Milliarden Kubikmeter Wasser das Niltal überrennen.

Allerdings zeigen sich langsam auch Nachteile des Bauwerks. Das sowjetische Angebot war das günstigste, dadurch verzichtete man auf westeuropäisches Know-how. Jetzt verschlammt der gesamte See langsam. Den Feldern im Niltal fehlen die jährlichen Überschwemmungen, dadurch versalzen sie und laugen aus: es muss Kunstdünger eingesetzt werden. Die Töpfer- und Ziegelindustrie verliert durch die fehlenden Überschwemmungen langsam ihren Rohstoff. Auch das Klima rund um den See hat sich verändert: es regnet gelegentlich sehr heftig. So hat der Fortschritt auch hier negative Folgen.

 

Da war doch noch was ???? Ach ja der unvollendete Obelisk !

                  Der unvollendete Obelisk

Da die alten Ägypter tonnenweise Granit für ihre Obelisken und anderen Bauwerke benötigten, sind über ganz Ägypten Steinbrüche verteilt.

              

Einer der berühmtesten davon ist der Rosengranit-Steinbruch in Assuan. Hier ist der unvollendete Obelisk aus dem 15. Jh. v. Chr., die Zeit der Hatschepsut, zu bestaunen. Er wäre mit 1168 Tonnen Gewicht, einer Höhe von 42 Metern und einer Basisfläche von 4,2 mal 4,2 Metern der größte Obelisk Altägyptens. Da jedoch Obelisken immer aus einem Block hergestellt wurden und dieser Block zwei Risse aufwies, ließ man ihn unvollendet liegen.

Der Tag war ganz schön Ereignisreich, also beschlossen wir den Fakultativen Ausflug nach Aswan City nicht mit zu machen. Wir genossen den Abend an Deck und lauschten den Hupen der einheimischen Autos. Auch das kann recht Interessant sein. Es vergehen keine 2 Sekunden ohne Hupgeräusche.

Nachdem unsere Ausflügler wieder an Bord waren boten uns Nubische Tänzer ihr Können dar. Es war sehr beeindruckend.

Montag war für alle frei und so beschlossen wir nach dem Frühstück ein bisschen zu Fuß die Promenade von Assuan entlang zu laufen . Unser Weg führte uns auch zum berühmten Old Katarakt Hotel , auf dessen Terrasse schon Agatha Christi den Sonnenuntergang genoss.
Eine besondere Herausforderung stellte in diesem Zusammenhang das Über-
queren der Strasse dar , den laut unserem Reiseführer Monty gibt es in Egypten nur 2 Arten von Fußgängern , nämlich die Schnellen & die Toten ! ! !


Gegen Mittag wurde dann die Rückfahrt nach Luxor angetreten. 

Aber vorher fehlte in unserem Programm noch eine Stadt und das war Esna.

Dienstag : Besuch des Chnum Tempel in Esna

 Esnas Attraktion, der Tempel des Chnum, liegt mitten im malerischen Basar der Stadt - 9 m unterhalb des modernen Straßenniveaus. Schon im Neuen Reich wurde der widderköpfige Schöpfergott hier verehrt, doch von all seinen Kultbauten steht heute nur noch die hervorragend erhaltene Säulenhalle, mit der das überdachte Tempelhaus einstmals begann. Von den Ptolemäern im 2. Jh. v. Chr. errichtet, fügten die römischen Kaiser Claudius und Vespasian 200 Jahre später nur noch eine Säulenhalle hinzu.

                       Petra auf dem Weg zum Chnum Tempel

Die Reliefs sind sogar noch jüngeren Datums, zeigen sie doch eine Reihe späterer Kaiser, die ganz im Stil ägyptischer Pharaonen den Göttern opfern und Rituale vollziehen. Zwei Dinge machen dieses kleine Bauwerk zu einer Besonderheit: die kunstvolle Formenvielfalt der Pflanzenkapitelle seiner 24 Säulen und die schier endlosen Hieroglyphentexte, die einen bisher noch wenig erforschten Schatz religiöser Schriften darstellen. Wie geheimnisvoll solche Texte oft abgefasst wurden, zeigen zwei bisher nicht enträtselte Inschriften im Inneren der Säulenhalle. Wahrscheinlich Hymnen an Chnum, bestehen sie fast nur aus Widderhieroglyphen oder aus Krokodilszeichen . So klein dieser Tempel ist , so schön ist er auch.
Auf dem Rückweg zum Schiff haben wir auf dem Basar , nach endlosen Verhandlungen , 3 Skarabäen für 20 Le erstanden.
( Le = Egyptische Pfund --- 1 Le = 0,60 DM )
Wir waren sehr stolz auf unser Verhandlungsgeschick , aber ich habe noch heute das Gefühl viel zuviel gezahlt zu haben.
Kaum zurück an Bord , legte das Schiff ab und wir fuhren Richtung Luxor ,
wo wir auch übernachteten.

 Am Mittwoch Morgen gleich nach dem Frühstück ging es los. Als wir die Gangway des Schiffes betraten dachte ich mir haut einer mit dem Hammer vor den Kopf. Es waren um 8:00 Uhr bereits ca. 40 C und kein bisschen Wind. Ich dachte nur . . .das kann ja heiter werden. Denn auf dem Programm stand heute die größte Tempelanlage der Welt !!!   Der Karnak Tempel

                           Petra vor Widder-Allee im Karnak Tempel
Nach der Besichtigung des Karnak Tempels ging es gleich weiter zu einer
Parfüm Fabrik und dann zum        Luxor Tempel.

                           Petra im Luxor Tempel vor ihrem Lieblings-Pharao Ramses II

 Abends hatten wir dann noch Fakultativ die Licht und Tonshow
 " Karnak by Night " gebucht . Es war absolut traumhaft , wie die unteren
 Bilder vielleicht rüberbringen.


                                                   

         

 Am Donnerstag Morgen hieß es dann allerdings Abschied nehmen vom Nil und seinen phantastischen Sonnenuntergängen ...........       

                           
Sonnenuntergang am Nil

 ..............um die 3,5 Std. lange Reise im Bus Konvoi , quer durch die Wüste , nach Hurghada am Roten Meer anzutreten .

Wie es uns dort ergangen ist , könnt ihr     Hier     erfahren ! ! !

                                              Home